Der Kampf um den Aufstieg spitzt sich weiter zu, weil einige Teams derzeit Federn lassen. Dazu gehört auch der SC Verl, der seit drei Partien ohne Sieg ist und am Dienstagabend mit 1:2 gegen Jahn Regensburg unterlag. Der Grund ist schlicht: Zu viele Fehler.
"Das verstehe ich so nicht"
"Denkbar schlecht" sei Verl in die Partie gestartet. "Ich weiß nicht, warum wir den Anstoß blind in die letzte Kette spielen. Man hätte Alessio Besio schon finden können", analysierte Tobias Strobl im Mediengespräch nach der Begegnung. So habe man sich früh die erste Gelegenheit genommen. Gegen den Ball und bei zweiten Bällen sei man "absolut auf Augenhöhe" gewesen, doch vor allem in der ersten Halbzeit habe es an Tiefe gefehlt: "Wir haben keine Angebote in die Tiefe gemacht. Jeder wollte den Ball in den Fuß haben – das verstehe ich so nicht." Der viele Ballbesitz sei daher "Ballbesitz gewesen, der einem nichts bringt".
Das 0:1 hätte "absolut nicht passieren dürfen". Einen Aufbaufehler von Besio nutzte Noel Eichinger zur Führung. Das 0:2 sei dann verdient gewesen, ergänzte Strobl bei "MagentaSport", "weil Traumtor". Eichinger schnürte den Doppelpack – per Fallrückzieher. Im zweiten Durchgang sei die Partie offener geworden, vieles sei in beide Richtungen möglich gewesen – "in Summe ist die Niederlage aber verdient".
"… da gehören Fehler dazu"
Auch Gayret monierte die hohe Fehlerquote, betonte jedoch: "Wir wollen so Fußball spielen, und da gehören Fehler dazu. Zuletzt waren es aber zu viele." Chancen auf mehr als nur einen Treffer waren vorhanden, zweimal traf Verl das Aluminium. "Wir hatten zu wenig Durchschlagskraft, die Abschlüsse waren nicht genau genug. Wenn man in so einem Strudel ist, wird es schwer, da rauszukommen." Das Rezept sei dennoch klar: "Wenn wir aufhören, diese Fehler zu machen, wird das wieder was."
Auch wenn die tabellarischen Vorzeichen vor der Partie auf dem Papier eindeutig wirkten, dürfe man Regensburg nicht kleinreden, so Strobl: "Wir sind der SC Verl, das sage ich schon seit Wochen. Und wir spielen gegen einen Absteiger aus der 2. Bundesliga. Da ist unfassbare Qualität da. Schön Fußball spielen reicht nicht, da gehört auch mehr dazu.“ Nach der ersten Heimniederlage seit dem 30. August geht es für Verl am Sonntag beim FC Ingolstadt weiter. In der Tabelle sind die Ostwestfalen vorerst weiterhin Vierter, könnten aber am Mittwochabend noch abrutschen. Auch der Rückstand von derzeit zwei Zählern auf die Aufstiegsplätze könnte anwachsen.